Als 1997 die Arbeits­grup­pe 802.11 des IEEE’s den ers­ten Stan­dard für Wire­less LAN ver­öf­fent­lich­te haben sicher­lich nur weni­ge Per­so­nen an die Mög­lich­kei­ten heu­ti­ger, auf WLAN basie­ren­den Lösun­gen gedacht. Inner­halb von weni­ger als 20 Jah­ren hat sich die mög­li­che Bru­t­­to-Daten­ra­­te um den Fak­tor 600 erhöht. In den kom­men­den Jah­ren wird sich durch Erwei­te­run­gen des aktu­el­len Stan­dards (802.11 ac) die Daten­ra­te noch ein­mal deut­lich erhö­hen und die Mar­ke von 5 Gbit/s über­schrei­ten.

Die ange­spro­che­nen Daten­ra­ten sind zwar rech­ne­risch mög­lich, doch in der Rea­li­tät sieht es nicht sel­ten anders aus. Unter­neh­men kla­gen häu­fig über Ver­bin­dungs­pro­ble­me oder Ver­bin­dungs­ab­brü­che im Bereich WLAN. Die Pro­ble­me sind in vie­len Fäl­len unre­gel­mä­ßig und nur sel­ten repro­du­zier­bar, wel­ches die Feh­ler­ana­ly­se deut­lich erschwert.

Anders als im kabel­ge­bun­de­nen Daten­netz­werk dient bekann­ter­wei­se das Medi­um Luft als Über­tra­gungs­me­di­um zwi­schen den Cli­ents und den ein­ge­set­zen Access Points (APs). WLAN-Kom­­mu­­ni­­ka­­ti­on wird nach dem heu­ti­gen Stand der Tech­nik im 2,4 GHz und 5 GHz Fre­quenz­band betrie­ben. Immer mehr funk­ba­sier­te Tech­no­lo­gien grei­fen heut­zu­ta­ge eben­falls auf die­se Fre­quenz­bän­der zu. Die­ses führt häu­fig dazu, dass es selbst ohne Ein­wir­kung von Stör­si­gna­len frem­der WLAN’s zu gra­vie­ren­den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­men im eige­nen draht­lo­sen Netz­werk kom­men kann. So sen­den bei­spiels­wei­se Micro­wel­len, Blue­tooth, Zig­Bee oder auch eini­ge Alarm­an­la­gen­sys­te­me mit einem Radar-Bewe­­gungs­­­mel­­der oder draht­lo­ser Video­über­tra­gung im 2,4 GHz Fre­quenz­band Signa­le aus. Doch auch das 5 GHz Fre­quenz­band ist nicht immer voll­stän­dig nutz­bar, da bei­spiels­wei­se Wet­ter­ra­dar­sys­te­me in die­sem Fre­quenz­band einen Vor­rang haben. Erkennt ein WLAN-Sys­­tem, dass ein Wet­ter­ra­dar­sys­tem durch die eige­nen Signa­le gestört wer­den könn­te, so sind die Fre­quenz­be­rei­chen von 5,25 GHz bis 5,35 GHz (Kanä­le 52 – 64) und 5,47 GHz bis 5,725 GHz (Kanä­le 100 – 140) nur ein­ge­schränkt nutz­bar.

Feh­ler­ana­ly­se beim Kun­den

Vor eini­gen Wochen wur­de die RedIP GmbH um Rat gefragt, wel­ches ziem­lich genau dem oben geschil­der­ten Sze­na­rio ent­spricht. Hier­bei muss­te ein Netz­werk­spe­zia­list der RedIP GmbH fest­stel­len, dass die geschil­der­ten Pro­ble­me im WLAN hät­ten ver­hin­dert wer­den kön­nen. In der vor­ge­fun­de­nen Instal­la­ti­on wur­den ohne eine vor­he­ri­ge Spek­trumana­ly­se diver­se Access Points instal­liert. Die­se Instal­la­ti­on ist ein Bei­spiel dafür, dass Unter­neh­men auf Grund von Unwis­sen­heit am fal­schen Ende spa­ren und im Nach­hin­ein dop­pel­te Inves­ti­ti­on täti­gen müs­sen. In die­sem Fall sind die Kanä­le 6 bis 10 durch Bewe­gungs­sen­so­ren des Alarm­an­la­gen­sys­tems für die Kom­mu­ni­ka­ti­on im WLAN unbrauch­bar. Die­ses ist sehr schön in der rechts ste­hen­den Gra­fik in der Tabel­le Chan­nel Sum­ma­ry (oben links) zu erken­nen. Der Duty Cycle liegt durch­gän­gig bei über 99%. Ver­fü­gen die ver­bau­ten APs nicht über die Mög­lich­keit im 5 GHz Fre­quenz­band betrie­ben zu wer­den, so muss in neue APs inves­tiert wer­den.

Im Bereich Inter­fe­rers & Devices ist der Ursprung der WLAN Pro­ble­me zu erken­nen – die Bewe­gungs­sen­so­ren (Moti­on Detec­tors). Die­se kom­mu­ni­zie­ren mit der Alarm­an­la­ge und neh­men daher gewis­se Kanä­le des 2,4 GHz Fre­quenz­ban­des nah­a­zu voll­stän­dig ein. Die in die­sem Bei­trag dar­ge­stell­te Gra­fik ist ein Aus­zug aus der ver­wen­de­ten Soft­ware AirM­a­gnet Spek­trum XT. Die­se Soft­ware ist nur ein Bestand­teil des Opti­view XG des bekann­ten Her­stel­lers Flu­ke Net­works und dient zur Spek­trumana­ly­se im 2,4 GHz und 5 GHz Fre­quenz­ban­des.

Soll­ten auch Sie vor­ha­ben ein neu­es WLAN zu pla­nen, spre­chen Sie uns ger­ne an. Wir ste­hen Ihnen ger­ne sowohl bera­tend als auch bei der tech­ni­schen Umset­zung mit unse­rem Team zur Sei­te.